In diesem Artikel lernst du was Inflation ist, warum die offiziellen Zahlen der Inflation nicht stimmen und was wirklich den Fakten entspricht. Und warum du dadurch verarscht wirst, lernst du auch!

 

Zunächst einmal: Was ist Inflation überhaupt?

Viele Menschen glauben ernsthaft, dass Inflation die Verteuerung von Gütern ist. Also dass Haribo als Beispiel seine Gummibärchen immer teurer macht, weil sie mehr Gewinne erzielen wollen. Das ist allerdings ziemlicher Quatsch, Bauerngerede und schlichtweg falsch.

 

Inflation ist einfach nur eine Geldentwertung.

 

Das bedeutet, unser Geld ist mit jedem Jahr immer weniger wert. Das heißt, wenn du Geld nur auf deinem Bankkonto liegen lässt, wird es jedes Jahr weniger. Nur um ein Beispiel zu nennen: Wenn du dir heute für 100 € 100 Kaugummis kaufen kannst, bekommst du dafür in 20 Jahren nur noch 50 Kaugummis, wenn überhaupt. Das heißt, dein Geld ist in seinem Wert um die Hälfte gesunken.

 

Doch warum ist das so?

Das ist sehr einfach erklärt. Stell dir vor, es gibt nur zwei Menschen auf der Welt. Adam und Eva. Adam hat 1 Geld, also alles was es auf der Welt gibt und Eva hat alle Äpfel der Welt. Jetzt wollen sie tauschen und machen das auch. Das heißt 1 Geld soll getauscht werden in alle Äpfel. Das bedeutet, beides ist zu diesem Zeitpunkt gleich viel wert, richtig? Jetzt ist Adam ziemlich schlau und kopiert das Geld. Jetzt hat er 2 Geld. Wenn Eva jetzt alle Äpfel für 1 Geld verkaufen würde, dann wären ihre Äpfel nur noch halb so viel wert, oder? Deswegen möchte sie jetzt 2 Geld dafür haben. Alle Äpfel für alles Geld auf der Welt, das war der Deal. Das klingt fair, oder?

 

Das ist, was in der wirklichen Welt auch passiert. Adam ist der Staat und Eva ist die Industrie. Jetzt hat der Staat einige Schulden, die nicht mehr abzubezahlen sind. Wie kann der Staat jetzt diese Schulden am geschicktesten abbezahlen? Richtig, indem er einfach mehr Geld druckt und davon Werte bezahlt und Schulden tilgt. Die Industrie, also Eva, weiß das aber im Gegensatz zu vielen Menschen und erhöht jedes Jahr ihre Preise so weit, dass sie an den Wertverlust des Geldes aufgrund von Entwertung durch Druck neuen Geldes angepasst sind.

 

Der kleine Anleger allerdings, der keine Produkte verkauft, sondern nur kauft, ist am schlimmsten dran. Die Industrie reicht die Entwertung einfach nur zum Kunden weiter, doch was passiert mit dem Geld, das einfach nur auf dem Konto liegt? Richtig, es wird immer weniger! Im Schnitt, um genau zu sein, etwa mindestens 3,5 % pro Jahr.

 

Das bedeutet, wenn dein Geld einfach nur auf der Bank liegt und nicht für dich arbeitet, wird es jedes Jahr weniger.

 

Seit dem Crash 2008 gehen Experten sogar davon aus, dass die Inflation jedes Jahr im Schnitt um 5-10 % gewachsen ist. Eigentlich auch logisch, da seit diesem Chaos hunderte Milliarden Euro in den Markt geflossen sind. Also einfach gedruckt wurden. Und wenn sie einfach gedruckt werden, entwertet es das Geld im Allgemeinen. Und gedruckt wird schon lange nicht mehr, ich nehme das nur gerne zur Verbildlichung. Es kommen schlicht ein paar Nullen im Computer hinzu.

 

Warum ist die präsentierte Inflation denn dann so niedrig?

 

Erstmal auch hier ganz einfach: Sie ist Repräsentativer. Alles unter 2 % ist gesund, sagt man, und es gibt viele Institutionen, die sich diese Zahl aufgrund dieser Annahme zusammenreimen. Auch um die kleinen Anleger nicht zu erschrecken. So wie dich vielleicht. Alles ist wie immer in bester Ordnung.

 

Doch wie machen die das?

Sie nehmen einfach einen Warenkorb und rechnen aus, wie viel teurer die Produkte im Vergleich zum letzten Jahr geworden sind. Es werden also die Produkte, die der Durchschnittsmensch im Jahr so konsumiert, zusammengerechnet und mit den Jahren davor verglichen. Daraus erhält man einen Prozentsatz der Inflation.

 

Doch wie wir bereits oben gelernt haben, ist die Verteuerung der Produkte nur ein Ergebnis der Geldentwertung, also von mehr Geld auf dem Markt, das gedruckt wurde. Zusätzlich kann man so einen Warenkorb anpassen, was regelmäßig gemacht wird. Allerdings ist das, wie du siehst, sehr individuell. Interessen können hier einen gewaltigen Unterschied machen, was in den Warenkorb kommt und was nicht. Eine Milchmädchenrechnung, um die Bauern zu beruhigen.

 

Wie die Inflation aber wirklich und richtig berechnet werden kann, ist ganz einfach:
Wachstum der Geldmenge minus Wirtschaftswachstum.

 

In diesem Artikel siehst du die echten Inflationsraten auch noch einmal schön erklärt:

https://www.focus.de/finanzen/news/preise-irrtum-3-die-berechnung_id_3441920.html

 

Was bedeutet das konkret für dich?

  1. Wenn du es nicht schaffst, jedes Jahr etwa 4 % mehr Gehalt oder Einnahmen zu generieren, steigen deine Ausgaben, während dein Geld jedes Jahr weniger wird. Dein Gehalt sollte also nicht gleichbleiben.
  2. Das gleiche gilt für deine Sparkonten. Wenn du es hier auch nicht schaffst, mehr als 4 % Zinsen zu generieren, wird dein Geld jedes Jahr weniger und weniger.

 

Und Geld zu verbrennen ist hier eigentlich nicht ganz richtig. Es verbrennt nämlich nicht, sondern du bezahlst damit die Schulden des Staates, ohne dass du es weißt. Eigentlich ist das einer der intelligentesten Streiche, die es in der Wirtschaft gibt. Hätte man selber draufkommen müssen, was?

 

Wenn du nicht länger die Schulden anderer bezahlen möchtest und nicht willst, dass dein Geld weniger wird, schreib mir einfach eine Email. Es gibt immer eine Lösung!